„Im Gespräch mit Frauen aus der Kunst- und Kulturszene“ - #9 Lidija Krienzer-Radojević

Beginn:
08.03.2022
Ende:
30.04.2022

Lidija Krienzer-Radojević  © Gudrun Becker
Lidija Krienzer-Radojević
© Gudrun Becker

"Die Hoffnung ist wie ein Feuer, an dem man sich aufwärmt, wenn es rundherum kalt ist./ Upanje je kakor ogenj, ob katerem se ogreješ, ko je vse naokoli mrzlo." (Helena Kuchar-Jelka)

Lidija Krienzer-Radojević (1979) absolvierte ein Bachelorstudium der Politikwissenschaft und ein Masterstudium der Kulturanthropologie in Ljubljana. Vor ihrem Umzug nach Graz war sie Angestellte der Universität Ljubljana (2003-2015) und gestaltete nebenbei mit ihren Kolleg*innen das Programm der informellen Bildungsplattform Workers and Punks' University (2005-20212). Außerdem co-konzipierte sie das Programm des femi-queer Festivals Red Dawns (2006-2010). Seit 2014 lebt sie in Graz und ist Mutter zweier wundervoller Mädchen. Zwischen 2016-2018 hatte sie in Graz diverse Lehraufträge am Institut für Zeitgenössische Kunst (TU Graz). Seit 2018 ist sie Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark. Sie beschäftigt sich mit Fragestellungen aus dem Themenkreis Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft.

 https://steiermark.igkultur.at/

Dieses Gespräch mit Lidija Krienzer-Radojević wurde von Sandra Kocuvan, Geschäftsführerin der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik geführt.

WOMEN*S ACTION-FORUM 
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Die Gespräche sind auch auf folgenden Online-Plattformen zu sehen:

 www.facebook.com/GKP.Steiermark |  https://www.youtube.com

Die Land-Art-Installation „Diva" der brasilianischen Künstlerin Juliana Notari sorgte zu Beginn dieses Jahres für internationale Aufregung. Dabei handelt es sich um eine Installation einer übergroßen Vulva, mit der die Künstlerin einen Dialog anstoßen wollte, der die Problematisierung von Geschlechtern thematisiert. Dafür erntete Notari viel Lob, aber auch heftige Kritik.

Provokationen wie diese finden sich auch in der europäischen Kunstgeschichte wieder - denkt man zum Beispiel an Valie Export oder Renate Bertlmann und ihre Zeitgenossinnen, die mit ihren Werken und Aktionen auf wichtige feministische Themen aufmerksam machten und die männerdominierte Kunstwelt ins Wanken brachten.

„DAS PRIVATE IST POLITISCH"
Mehr als 50 Jahre später und von der Pandemie erneut angefacht, werden stereotype Rollenzuweisungen und Gleichstellung noch immer diskutiert.

Die Studie „Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich" deckte teils enorme Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern auf. Zum Beispiel zeigte sich, dass Künstlerinnen durch ihre private Lebenssituation das Recht auf Familie aufgrund unsicherer Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven als „nicht lebbar" und hohe Belastung wahrnehmen.

Mit der Reihe „Im Gespräch mit Frauen aus der Kunst- und Kulturszene" werden wir das ganze Jahr über genau bei diesen Themenfeldern einhaken und mit Frauen aus dem Kunst- und Kulturbereich über feministische Meilensteine und Hürden in der jüngeren Geschichte sprechen. Auch gehen wir der Frage nach, wie sich durch die Auswirkungen der aktuellen gesellschaftspolitischen Maßnahmen, Alltag und Berufsleben von Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen verändert hat.

In Kooperation mit  WAF - Women*s Action Forum

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