„Im Gespräch mit Frauen aus der Kunst- und Kulturszene“ - #7 Andrea Eidenhammer "Die Tapfere"

Beginn:
13.12.2021
Ende:
31.12.2021

Andrea Eidenhammer © privat
Andrea Eidenhammer
© privat

Interdisziplinarität ist ihr natürlicher Zugang zur visuellen Medienwelt.
Neben dem Studium an der KF Universität Graz (spanische Philologie und Medienfächerbündel) absolviert sie die Fotoakademie in Graz. Nach einem Auslandssemester in Spanien schließt sie einen Master für Film in Barcelona ab. Von 2005 bis 2017 lebt und arbeitet sie in Spanien, ihre Projekte als Produzentin, Regisseurin, Kuratorin und Fotografin realisiert sie zwischen Spanien, Österreich und Lateinamerika. Mit dem Kulturverein Kunstainer, den sie mitbegründet, betreut sie Festivals, Artist in Residence Programme und Langzeitprojekte und EU Projekte für Kunst
im Öffentlichen Raum in Spanien. So hat etwa das Langzeitprojekt Estació Creactiva, bei dem eine Busstation mit interaktiven Interventionen in ein Museum verwandelt wird, jährlich mehr als 8 Mio Besucher. Dabei geht es immer wieder um das Publikum, das auch während des kreativen Prozesses schon einbezogen wird, und sich somit mit dem Ergebnis identifiziert. Ihre Arbeit als Produzentin und Kuratorin hat ihr 2016 den Ehrentitel Senatorin Praetora der Stadt Tarragona eingebracht, als einziger Ausländerin. Dieses Jahr hält sie zum dritten Mal bei der European Summerschool EIPA in Barcelona einen Vortrag über " Art as economic and social driver" vor europäischen Komissaren aus allen Mitgliedsstaaten. In Graz hat Andrea 2019 den  Kulturverein MITTENDRIN gegründet, der auf demselben Konzept basiert: SOCIAL URBAN ART.

2020 und 2021 widmet der Verein das Jahresprogramm den Frauen. Mit "Professionelle Superheldinnen" thematisieren sie in zwei Artist in Residences, wie Frauen mit der Pandemie zurecht kommen. 2022 ist der Verein Teil eines Europaprojektes gemeinsam mit Frankreich, Spanien und Deutschland.
Als Filmemacherin konzentriert sie sich auf Dokumentarfilme, Musikvideos und Kunstfilme, welche sie zwischen Lateinamerika und Europa umsetzt, die auf internationalen Filmfestivals gezeigt wurden, und für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Drehbuchautor Ricardo Castillo Castro gründet sie die Produktionsfirma  AE Productions. Alle Produktionen werden in internationalen Co Produktionen mit Österreich, Spanien und internationen Institutionen, wie der UNO oder dem Weltgesundheitsfond umgesetzt. Im Jänner 2021 gründet sie gemeinsam mit Stefan Schmid die Filmproduktionsfirma AVbaby motion pictures GmbH. Seitdem sind zwei Fernsehdokumentarfilme entstanden, zahlreiche Werbefilme. Derzeit arbeiten sie an der Umsetzung einer großen Kinoproduktion.

TIPP:  Teaser von "reconnect roots"

Dieses Gespräch mit Andrea Eidenhammer wurde von Sandra Kocuvan, Geschäftsführerin der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik geführt.

WOMEN*S ACTION-FORUM 
WOMEN*S ACTION-FORUM

Die Gespräche sind auch auf folgenden Online-Plattformen zu sehen:

 www.facebook.com/GKP.Steiermark |  https://www.youtube.com

Die Land-Art-Installation „Diva" der brasilianischen Künstlerin Juliana Notari sorgte zu Beginn dieses Jahres für internationale Aufregung. Dabei handelt es sich um eine Installation einer übergroßen Vulva, mit der die Künstlerin einen Dialog anstoßen wollte, der die Problematisierung von Geschlechtern thematisiert. Dafür erntete Notari viel Lob, aber auch heftige Kritik.

Provokationen wie diese finden sich auch in der europäischen Kunstgeschichte wieder - denkt man zum Beispiel an Valie Export oder Renate Bertlmann und ihre Zeitgenossinnen, die mit ihren Werken und Aktionen auf wichtige feministische Themen aufmerksam machten und die männerdominierte Kunstwelt ins Wanken brachten.

„DAS PRIVATE IST POLITISCH"
Mehr als 50 Jahre später und von der Pandemie erneut angefacht, werden stereotype Rollenzuweisungen und Gleichstellung noch immer diskutiert.

Die Studie „Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich" deckte teils enorme Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern auf. Zum Beispiel zeigte sich, dass Künstlerinnen durch ihre private Lebenssituation das Recht auf Familie aufgrund unsicherer Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven als „nicht lebbar" und hohe Belastung wahrnehmen.

Mit der Reihe „Im Gespräch mit Frauen aus der Kunst- und Kulturszene" werden wir das ganze Jahr über genau bei diesen Themenfeldern einhaken und mit Frauen aus dem Kunst- und Kulturbereich über feministische Meilensteine und Hürden in der jüngeren Geschichte sprechen. Auch gehen wir der Frage nach, wie sich durch die Auswirkungen der aktuellen gesellschaftspolitischen Maßnahmen, Alltag und Berufsleben von Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen verändert hat.

In Kooperation mit  WAF - Women*s Action Forum

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