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06.09.2020: : NEWS FROM RADIO YEREVAN REVISITED - ein Radiokunstmix von Zahra Mani basierend auf einem simultanen Livestream aus vier Ländern

Beginn:
06.09.2020, 23:00 Uhr
Ende:
06.09.2020
Hinweis:
war live auf Ö1

Externe Verknüpfung Ö1-Beitrag zum Nachhören >>>


Österreich: Mia Zabelka - E-Violine, Stimme, Live Elektronik

Ungarn: Tibor Szemzö - Flöte, Samples, Stimme
Italien: Roberto Paci Dalò - Klarinette, Live Elektronik
Kroatien: Zahra Mani - Contrabass, E-Gitarre, Feldaufnahmen, Stimmsamples

Klang- und Radiowellen haben Machtpotential auf vielen Ebenen: künstlerisch, kommunikativ, rebellisch; sie sind Träger und Ausdruck vielfältiger Bedeutungsschichten. In der Corona-Krise verbanden sich die vier MusikerInnen via Internet Stream aus ihren Studios in Österreich, Ungarn, Italien und Kroatien zu einem Live-Quartett im Radio. Der akustischer Austausch aus Musik, Sprache und Klang war die Basis für eine gemeinsame Radioperformance aus der Ferne. 

Auf Initiative der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik (GKP) streamten am Freitag, 22. Mai 2020 die Künstlerinnen und Künstler simultan aus ihren Studios und waren live im Radio der Universität San Marino USMARADIO.ORG zu hören. Außerdem war „News von Radio Yerevan" via Radio Helsinki Graz bzw. Radio Agora Leutschach & Klagenfurt ebenfalls in realtime zu hören.

Der Titel nimmt Bezug auf Radio Yerevan, einem fiktiven Radiosender, der hinter dem sogenannten eisernen Vorhang über Jahre eine Reihe von Publikumsfragen beantwortete (Radio Yerevan wurde gefragt......Radio Yerevan antwortete.......), die Antworten waren von Humor, Zynismus und Absurdität als Reflexion auf die Lügen und Heuchlereien einer Kommunikationskultur geprägt, die sich jetzt als Vorfahren der heutigen fake news herauskristallisiert.

Für ihren Radiokunst remix hat Klangkünstlerin Zahra Mani die Live-Quartett Aufnahmen in einem weiteren kreativen Schritt wiederbearbeitet und sich mit akustischen Materialien, deren Manipulation, Bedeutung, Anwendung und Ästhetik auseinandergesetzt. Die Schichten der Klänge, die Verschmelzung und Summierung der einzelnen Stimmen in einem neuen Gesamtklang wird in "News from Radio Yerevan revisited" wieder de- und rekonstruiert, verräumlicht, gefiltert, verwandelt. Entstanden ist ein dynamisches, räumliches Radiokunststück, das Macht und Manipulation genauso exploriert wie Dialog und Austausch.




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