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12.2.2020: „Es könnte anders sein. Utopisches Denken für das 21. Jahrhundert" - Präsentation der Filmreihe und Vorstellung des Programms

Veranstaltungsreihe

Beginn:
12.02.2020, 19:00 Uhr
Ende:
12.02.2020
Hinweis:
Die Veranstaltungsreihe findet von Februar - Juni 2020 statt.
Ort:
Volksgarten-Pavillon
Volksgartenstraße 12
8020  Graz
Veranstalter:
Forum Stadtpark
Stadtpark 1
8010  Graz
Web: http://www.forumstadtpark.at/
Es könnte anders sein. Utopisches Denken für das 21. Jahrhundert 
Es könnte anders sein. Utopisches Denken für das 21. Jahrhundert

Mit Markus Gönitzer, Leo Kühberger, Lidija Krienzer-Radojević und Kurt Flecker

Im Rahmen der Eröffnung der Veranstaltungsreihe wird das Programm von „Es könnte anders sein. Utopisches Denken für das 21. Jahrhundert" vorgestellt. Neben einem Abriss über den Begriff und die Geschichte der Definitionen und Konzepte von Utopie werden Markus Gönitzer, Leo Kühberger und Lidija Krienzer-Radojević, die für das Programm verantwortlich zeichnen, anhand ausgewählter Film- und Textbeispiele auch Lust darauf machen, sich gemeinsam auf das utopische Denken einzulassen. Kurt Flecker, Präsident der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik, wird den Abend eröffnen.

Externe Verknüpfung Programmheft zum Download >>>

Alle Infos zur Utopie-Reihe: Externe Verknüpfung www.konferenzimforum.at

In Kooperation mit: Externe Verknüpfung Forum Stadpark

 

Die Filme

Besonders die Leinwände der Kinos fungierten in den letzten Jahren als Projektionsflächen für Dystopien und setzten die Angst vor totalitärer Kontrolle und allumfassendem Chaos in Szene. Wir wollen aber die Filme sehen und diskutieren, die etwas anderes zeigen oder zumindest andeuten, denn der Film ist als Kunstform besonders dafür geeignet, andere Bilderwelten zu erschaffen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Jeder Film wird durch einen kurzen Vortrag eingeleitet und im Anschluss zur Diskussion gestellt. Während der Filme wird auch Kinderbetreuung angeboten. Bitte um Kontaktaufnahme: goenitzer@forumstadtpark.at

Es könnte anders sein. Utopisches Denken für das 21. Jahrhundert.

Utopisches Denken, verstanden als die Vorstellung von einer anderen, einer besseren Welt, ist so alt wie die Menschheit selbst. Der von Thomas Morus geprägte Begriff der Utopie, dem Nicht-Ort, der in Zeit und Raum unbestimmt bleibt, wurde lange als eine von oben bis ins Detail durchgeplante Gesellschaft gedacht. Das 19. und 20. Jahrhundert erlebte unterschiedliche Versuche diese Utopien zu verwirklichen. Zum einen diskreditierten diese - teils katastrophalen - Erfahrungen utopisches Denken an sich, zum anderen sorgten diese Anläufe aber auch dafür, dass Utopien anders und neu gedacht werden mussten, ob nun als „Heterotopie" (Michel Foucault), „konkrete Utopie" (Ernst Bloch) oder "Utopistik" (Immanuel Wallerstein). Entscheidende Impulse zu diesem neuen utopischen Denken lieferten feministische und postkoloniale Theoretiker*innen, wie Frigga Haug oder Silvia Federici.


In der Vergangenheit waren es häufig gesellschaftliche Krisen, die einen Überschuss an utopischen Konzepten hervorbrachten und das Verlangen nach ganz anderen Verhältnissen stärkten. Heute dominieren jedoch allerorten, in der Kunst, der Wissenschaft und der Populärkultur dystopische Vorstellungen. Das „Ende der Welt" scheint, nicht zuletzt angesichts der Herausforderungen der Klimakrise, für viele Menschen vorstellbarer als eine bessere Welt. Der Satz von Theodor W. Adorno, dass „im Innersten alle Menschen, ob sie es sich zugestehen oder nicht, wissen: Es wäre möglich. Es könnte anders sein" ist Titel und Programm der Veranstaltungsreihe. Mittels dreier Formate, einer Filmreihe, einer Reihe an Lesekreisen und einer abschließenden Konferenz, wollen wir ausloten, wie es um das utopische Denken im 21. Jahrhundert bestellt ist, dieses wieder zum Thema der Auseinandersetzung machen und einen Beitrag dazu leisten ganz andere Verhältnisse nicht nur zu denken, sondern auch in Angriff zu nehmen.

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