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ALLEIN DIE STIMME BLEIBT. FRAUEN IM IRAN
Ausstellungseröffnung

Termine und Veranstaltungen
Beginn:
06.12.2018, 18:00

Ort: SPÖ-Pavillon im Volksgarten
Volksgartenstraße 11

8020  Graz



Weg:
Digitaler Atlas

Allein die Stimme bleibt.
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Allein die Stimme bleibt.

Feminismus und Gedenkjahr
Ausstellungseröffnung mit Text-Bild-Musik-Performance

»ALLEIN DIE STIMME BLEIBT.«
FRAUEN IM IRAN.
Fotografien von Maryam Mohammadi
Musikperformance von Mia Zabelka

Begrüßung: Michael Ehmann
Eröffnung: Kurt Flecker

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 18:00 Uhr • SPÖ-Pavillon im Volksgarten, Graz.

Die Ausstellung ist von 7. bis 21. Dezember 2018 zu sehen.
Wir bitte um kurze Voranmeldung im Pavillon: 05 07 02 6111.

Nach der »Islamischen Revolution« 1979 kämpft die Frauenbewegung des iran nach wie vor gegen viele gesetzliche Schlechterstellungen - von Kleidungsvorschriften über das Verbot, bestimmte Berufe auszuüben oder Ämter zu bekleiden bis hin zu gravierenden Benachteiligungen im Familienrecht. Doch auch im Iran sind Veränderungen spürbar; erreicht durch aktive Frauen und Männer. In diesem Land, in dem der Anteil der Jüngeren an der Bevölkerung ständig steigt, wächst auch der Mut junger Frauen. Tagtäglich legen viele von ihnen im öff entlichen Raum der iranischen Großstädte und im virtuellen Raum ein Selbstbewusstsein an den Tag, das vor 20 oder auch 10 Jahren so noch nicht möglich gewesen wäre. 

Eine der Stimmen für den gesellschaftlichen Aufbruch der iranischen Frauen in den 1960er-Jahren, der sich u. a. durch ein Mehr an sozialen Rechten und die Einführung des Frauenwahlrechts im Jahr 1963 zeigte, war die Dichterin und Filmregisseurin Forough Farrokhzad (1935-1967).
In Österreich wurde das Frauenwahlrecht vor genau 100 Jahren eingeführt - Resultat eines lang andauernden und harten Kampfes der Frauen um Partizipationsmöglichkeiten in einer von Männerinteressen dominierten Gesellschaft.

Die Repression und der Kampf für die Rechte der Frauen sind in der Geschichte in beinahe allen Kulturen zu finden. Die anhaltenden Anstrengungen um Gleichberechtigung von Frauen werden in der Performance von Maryam Mohammadi und Mia Zabelka in einer fragilen und arhythmischen Klanglandschaft aus Musik und Sprache vernetzt. Die deutsche Übersetzung wird von Mona Kospach gesprochen.
Inspiriert von Maryam Mohammadis Fotografi en, den Gedichten von Forough Farrokhzad und dem Klang der persischen Sprache Farsi kreiert Mia Zabelka eigens für die Ausstellung Kompositionen, die erstmals zur Vernissage am 6. Dezember 2018 zu hören sind und für die Dauer der Ausstellung als Klanginstallation erhalten bleiben.

Mit anschließendem Gespräch.

Externe Verknüpfung Hier geht’s zum Flyer.


Maryam Mohammadi
Maryam Mohammadi



Maryam Mohammadi ist Dokumentar- und Staged-Fotografin. In ihren Arbeiten thematisiert sie die Einwirkungen gesellschaftspolitischer, kultureller und religiöser Bedingungen auf lokaler und globaler Ebene bei Frauen, Migrant*innen und „Newcomers" und wie sie sich in deren soziale Identitäten einschreiben. Staged-Photography mit ihrer Methode der In-szenierung dient ihr zur kritischen Inter-pretation politischer und sozialer Umstände. Immer wieder ist sie dabei auch selbst Anschauungsobjekt, um ihre Sozi-alisierungen in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen zu reflektieren.


Mia Zabelka ist Violistin, Klangkünstlerin und Komponistin. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung experimenteller Improvisationstechniken mit Violine und Stimme. Es geht ihr um die Auslotung des Verhältnisses von Körper, Gestik, Klang und Raum. Dabei dienen auch immer wieder elektronische Geräte und Computer zur Erzeugung erweiterter Klangspektren. Mit Experimentierfreude und hoher Virtuosität arbeitet sie an musikalischen Bildern, deren Vielschichtigkeit und gleichzeitig Transparenz ihr explizites Anliegen sind.



Mia Zabelka
Mia Zabelka



Mona Kospach
Mona Kospach



Mona Kospach ist 1987 in Graz geboren und in Fürstenfeld aufgewachsen. Nach ihrem Studium der Slawistik (Hauptsprache Russisch) an der Karl-Franzens-Universität Graz und Auslands- und Forschungsaufenthalten in St. Petersburg und Moskau ist sie seit 2010 als freie Schauspielerin und Regieassistentin tätig.
2017 erhielt Kospach das Schauspieldiplom durch die paritätische Prüfungskommission Wien.
Unter anderem erhielt sie Engagements bei Theater t'eig, dramagraz, 2. Liga für Kunst und Kultur, La Strada, uvm.
Seit 2016 ist sie DaF-/DaZ-Trainerin und seit 2018 Deutschkurskorrdinatorin bei der Caritas Akademie Graz.