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8. Mai 1945
Vorüber, aber nicht vorbei

Der Umfang der von Reinhard Schultz zusammengetragenen Fotografien bietet bislang nicht bekannte Hinweise, markiert Richtungen und bringt Betroffenheit mit Fakten in Verbindung. Der 8. Mai 1945 hat einen Vorlauf zum Kriegsende hin, der das Inferno der kriegerischen Möglichkeiten noch anwachsen ließ, und erkennt eine Folgezeit mit wenig rechtsstaatlicher Erlösung und viel, zu viel Missbrauch dessen, wo die meisten gerne Aufklärung und Sühne gesehen hätten.

Unvorstellbar ist ja nicht, dass der Totalitarismus sein Unwesen gerne total zerstört sehen wollte - in der braunen Skala vom bestialisch durchtriebenen, den Verrat kultivierenden Blockwartsystem bis zum kläglichen Führer in seinem Endzeit-Bunker. Obwohl bis heute - nicht nur von der Geschichtsforschung kommend - immer noch neues Material auftaucht, 70 Jahre danach, fehlt es inzwischen nicht an Daten und Fakten, gar nicht so Wenigen allerdings an Überblick.

 

Im Orpheum Graz fand 2015 eine gleichnamige Ausstellung statt. Mehr Infos und Interviews dazu finden Sie Externe Verknüpfung hier.


Herausgeber: Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik
                     in Kooperation mit der Galerie Bilderwelt, Berlin

Kurator: Reinhard Schultz
Gestaltung: Arian Andiel


Vertrieb an den Buchhandel: Leykam Buchverlagsgesellschaft m.b.H Nfg. & Co. KG, 2015


ISBN 978-3-7011-8000-4

 

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Reinhard Schultz
studierte Soziologie, Psychologie, Theaterwissenschaft und Publizistik an der Freien Universität Berlin, wo er von 1973-1978 Sozialgeschichte der USA am John-F.-Kennedy-Institute unterrichtete.
Seither ist er selbstständig und gründete 1993 die Galerie Bilderwelt in Berlin, die bisher mehr als 200 Fotoausstellungen organisierte und seit über 46 Bücher und Ausstellungskataloge publizierte.
Reinhard Schultz lebt in Italien, Berlin und Stuttgart.