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Prof. Mesut YILMAZ: Europa der Völker - Europa der Religionen

Termine und Veranstaltungen
Bereich:
Europa
Beginn:
11.11.2003, 19:30
Hinweis:
Vortrag mit anschließender Diskussion

Ort: Spiegelsaal des ÖGB
Südtirolerplatz 13, Graz




Veranstalter: INEA - Institute for European Affairs, RennerInstitut Steiermark, friedensbüro Graz in Kooperation mit: Afro-Asiatisches Institut, Islamische Glaubensgemeinschaft für Steiermark und Kärnten, Islamisches Zentrum, Israelitische Kultusgemeinde Graz, Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik



Der ehemalige Ministerpräsident de Türkischen Republik Prof. Mesut YILMAZ zum Thema "Europa der Völker - Europa der Religionen" - unter besonderer Berücksichtigung  der Rolle der Türkei.

Die Diskussion über die Rolle der Türkei im europäischen Intergrationsprozess wird unter Intellektuellen, PolitikerInnen und ReligionsvertreterInnen mit großer Heftigkeit und vielen Vorurteilen geführt. Vor allem konservative und rechte Kräfte stellen grundsätzlich die Frage, ob die Türkei überhaupt zu Europa gehört (indem sie die Geschichte Osteuropas und vor allem des Balkans ausblenden, wo das Osmanische Reich sechs Jahrhunderte lang eine zentrale Rolle gespielt hat). Sie sind es auch, die den Islam pauschal als uneuropäisch abqualifizieren und daher der Türkei den Beitritt zur Europäischen Union verweigern wollen.

In Wirklichkeit stehen andere schwerwiegende Probleme und offene Fragen einer raschen Integration der Türkei im Wege: die ökonomische und politische Entwicklung, der Status der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, die Rechte der ethnischen und religiösen Minderheiten, der vor der Tür lodernde Nahost-Konflikt, die ungelöste Zypernfrage...

 

Prof. Mesut Yilmaz war insgesamt drei Mal (1991,1995-96, 1997-99) Ministerpräsident der Türkischen Republik. Er war in vielem ein Mann des Ausgleichs, doch seine Innenpolitik war vor allem wegen seiner Kurden- und Menschenrechtspolitik immer wieder umstritten und von internationalen Organisationen (u.a. Amnesty International, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) geächtet worden. Außenpolitisch gilt er als Brückenbauer in den europäisch-türkisch-islamischen Beziehungen.